„Ein paar Kisten, das war’s“. Zempins letzter Fischer nach einer Saison ohne Hering

Gunter Baudisch ist 58 Jahre alt und der letzte hauptberufliche Fischer in Zempin, dem kleinsten Seebad der Insel Usedom. Diese Saison war eine seiner schwersten. Darüber berichtet die Ostsee-Zeitung.

Der Hering, jahrzehntelang der „Brotfisch“ der Küstenfischer, blieb fast vollständig aus. „Das waren ein paar Kisten voll, das war’s“, sagt Baudisch. Hinzu kommen Robben, die Fische aus den Netzen fressen und die Netze beschädigen. Wirtschaftlich geholfen hat ihm in diesem Jahr vor allem der Aal, den er selbst räuchert und verkauft.

Leere Hütten am Strand

Die roten Fischerhütten am Zempiner Strand gehören für viele Urlauber zum typischen Usedom-Bild. Von den vier Hütten könnte bald die Hälfte leer stehen. Die Gemeinde will gegensteuern: Künftig sollen dort neben Fisch auch Fischbrötchen, Getränke und andere Produkte verkauft werden dürfen.

Quelle: Ostsee-Zeitung, Newsletter „Zweitheimat“ (RND), Oktober 2026.

Illustration: KI-generiert, kein Foto vom Ort des Geschehens.

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